Vincents Tagebuch

Österreich

von | 15. Juni 2017 | Allgemein

Ein Woche Urlaub ist mir mehr als genug.

Eigentlich habe ich noch nie richtig Urlaub gemacht. Solche Tage dienen mir mehr der Erkenntniserweiterung. Diesmal war Österreich dran. Ein wunderbares Land mit erfrischend, unaufgeregter Bevölkerung. In Wien werden die Deutschen seit den Preußenkriegen “Piefkes” genannt und diese glauben heute noch, dass die Österreicher etwas hinten dran sind. Grob besehen meint man, dass sich nichts gebacken kriegen. Schaut man aber genauer hin, dann funktioniert der Staat besser als unser. Klar hat das Land auch Schattenseiten, für Genießer jedoch ist es ein Paradies und in diesen Landstrichen abzunehmen, das wäre als wolle man mit trockener Haut einen See durchschwimmen. 
Eine Nacht verbrachte ich auch im Hotel Sacher hinter der Wiener Oper. Der Betrieb ist ein Ikone mit langer Geschichte und dementsprechend prächtiger Ausstattung. Dieser Betrieb mit seinen 150 Mitarbeitern ist bis ins Detail modern und straff geführt. Ich kenne nur wenige große Luxushotels in dem auch gut gekocht wird. Im Sacher ist Essen ein Fest. 

Auf der Heimfahrt übernachteten wir, von Salzburg kommend, im Brauereigasthof Aying, vor den Toren Münchens. Wenn ich ein Lieblingsgasthaus nennen muss, dann ist es dieses 600 Jahre alte Monument der Gastlichkeit. Ob im Garten, im Lokal, im Zimmer, alles ist von erlesenem Geschmack und Qualität. Das Essen ist richtig gut, das Bier sowieso und die Weinkarte lässt keine Wünsche offen. Ein Gasthaus, mit großer Tradition und auf dem neuesten Stand gastronomischer Erkenntnis. 


Es gibt in München nur ganz wenige Hotels die wirklich ruhig sind und ein wenig Grün ums Haus haben. Ich fahre bei Münchenbesuchen in Zukunft lieber die zwanzig Minuten nach Aying hinaus. Morgens, nach München hinein, fahre ich entweder früh um Sieben los oder aber nach dem Stoßverkehr erst ab neun Uhr. 

Der Wirtsgarten im Sommer: Schöner wird’s nirgends.Die Zimmer sind auf Weltklasse-Niveau.