gerne esse ich ein gutes Gulasch, das wenigstens vier Stunden gegart wurde. Es kommt meist heiß auf den Tisch weil man sich an diesem ultimativen Gericht nicht weiters verkünsteln kann. Ganz anders ist das in der gehobenen Gourmetküche.Nie heiß, kommt sie wenigstens handwarm auf den Tisch hat man seltenes Glück gehabt.
Ich hatte ein Rumpsteak bestellt, da habe ich im Kopf gewisse Vorstellungen. Was dann auf dem Teller als Konstruktivismus sich feierte war Fleischvergewaltigung, in eiserne Rechtecke gepresst, gegart, dann aus der Zwangsjacke befreit und final in fingerdicke Streifen Scheiben seziert. Schauen sie sich den Teller an. In der modernen Kunst könnte der Kochkünstler irgendwan bei der Bienale Venedig andocken.
Bis so etwas angerichtet ist vergehen womöglich fünf Minuten. Bis das wirklich herrlich anzusehende Kunstwerk zum Gast gelangt, und der Kellner seinen Litanei heruntergebetet hat als wolle er mit dem Teller eine Kunstauktion starten, bis alles haarkein Auswendiggelernte heruntergebetet ist, gerate ich nahezu ins Koma und esse dann eine fast kalte Speise. Es geht auch anders.
Zum Fleisch generell etwas. Ich hatte schon Charolais oder Limousin-Rinderrücken. Sie waren nie so zart wie das Rind das wir in Deutschland bekommen können. Mofgen bewtellen wir uns solche Rücken bei unserem Frankreichimporteur. Ich will der Sache auf den Grund gehen, warum ich das in Frankreich oft zäh aber immer äußerst bissfest erlebe. Ist das der Grund warum die Franzosen so ferne das Fleisch “bleu” essen, weil es halbroh noch gut zu kauen ist? Wird dort das Fleisch nicht lange genug gereift. Die Bestellung läuft!
Grundsätzlich. In Dijon gibt es für Rindfleischliebhaber eine rare Ausnahme, nämlich das Restaurant “LE Central”. Man kann sich das gereifte Fleisch aus einem Glaskasten aussuchen und dem Metzger duch eine Glasfront zuschauen was er damit anstellt.

