Ein neues Buch betritt die Bühne der Welt. Geschrieben hat es der Journalist, den man getrost als Literaten auf die Rampe schieben darf. Christoph Wirtz ist der Schreiber der bildhaften und authentischen Direktheit. Die FAZ nennt ihn den Spachgewaltigsten. Ich kenne jedenfalls keinen der über Essen und Trinken lebendiger, wissender und besser schreibt.
Es gab mal einen, er ist 2016 gestorben, sein Name Wolfram Siebeck. Ich könnte jetzt euphorisieren und sagen, von ihm habe ich alles gelernt. Besser sage ich mit flachem Ball, von ihm habe sehr viel gelernt, und ohne ihn verdammt wenig. Mehr sage ich jetzt nicht zu dem Buch von Christoph Wirtz:
Wolfram Siebeck, ein sattes Leben: Der Mann der die Deutschen auf den Geschmack brachte.
ZS-Verlag, ISBN-13 978-3965845589, 29,00€
Ich werde noch ausfühlicher darüber berichten, denn ich habe das Problem, dass ich ins öligen Brackwasser der Vetternwirtschft geraten könnte. Mit Siebeck verbindet mich viel und mit dem Schreiber Wirtz ebenso. Richtig aufgeschreckt hat mich, als ich im Buch das erstemal angenehmst benannt wurde. Danach folgte mein Name noch einige male. Für mich eine schwierige Situation. Allerdings, ich bin Zeitzeuge, einer der letzten Mohikaner des kulinarischen Aufbruchs in Deutschland. Christoph Wirtz wie auch Wolfram Siebeck, will ich mit hoher Stimme besingen, alles andere wäre unwahr. Muss noch überlegen, wie ich diese Hürde nehme. Werde mir heute abend ein Flasche Bordeaux einpfeifen, dann sehen wir weiter.

