Frag immer warum!
Während meines Unteroffiziers Lehrgang muss ich mit Gewehr und Ausrüstung durchs Gras. Dann kam eine Pfütze und der Ausbilder, schrie Tiefflieger! Ich schrie wo und rannte weiter und warf mich dann aufs Trockene.
Man muss sich immer wieder mal verweigern und vor allen Dingen nicht alles glauben und schon gar nicht wenn’s ums Kochen geht. Man hängt dem Wahn nach, als könnte man von Videos etwas lernen. Man kann, aber das ist selten. Richtig gute Köche haben gar keine Zelt, ein Videofilmchen zu drehen und in den Filmchen wird meistens weitergegeben, was man irgendwo abgeschaut hat. So halten sich Mythen und Regeln und keiner fragt, was ihnen zu Grunde liegt. Kochbücher die gegenseitig in hohe Maße abgeschrieben sind transportieren Irrlehren oft über Generationen.
Ein Rezept ist eine Richtschnur und prima Sache. Man kann den Anweisungen genau folgen und zieht dann womöglich eine Köstlichkeit aus dem Ofen. Einmal klappt es, ein andermal nicht, denn letztlich werkeln wir im Blindflug. Jedes Rezept, das meine ich jetzt wirklich ernst, muss hinterfragt werden. Ich erinnere mich noch an meinen Physiklehrer in Donauwörth der immer wieder vom Katheter brüllte: „Warum, wieso, aus welchem Grundeeeeh?
Die normale Kocherei bringt mich kaum auf Puls, aber die Forschung, wie ein Rezept entstanden ist, welche physikalischen Hintergründe sind zu beachten, wo ist die Logik mit der das gute Ergebnis erzielt wird. Hier nun ein ganz simples Beispiel warum man ein Rezept nicht komplett befolge sollte: Wir schieben die Brote in den Ofen. Der Ofen ist programmiert, die Backzeit ist eingestellt. Es klingelt der Alarm. Wir nehmen die Brote aus dem Ofen, einige sind etwas dicker, – und diese sind logischerweise nicht ganz durchgebacken. Was denkt sich der Idiot. Es ist alles Okay, das Rezept ist korrekt abgearbeitet…
PS: KI bedroht uns, habe es selbst erlebt. Meine Grundsteuer war immer 1.800 Euro. Das muss teurer werden, denn die Stadt ist pleite. Ein Computer scannt bei mir die Grundbucheinträge, summiert und heraus kommen 10.000€. Ruckzuck hat die Stadt das abgebucht.
Ich erhebe Einspruch. Das Amt räumt ein, dass das nicht stimmen kann. “Sorry, der Coputer weiß den Unterschied von Bauland und ihren 3.500 m/2 Landschaftsschutzgebiet nicht. Bitte erheben Sie Einspruch dann bekommen Sie ihr Geld zurück. Dafür ist aber ein Gutachten nötig (das hat dann 2.000 € gekostet)” Mit KI, die zu Aktionismus neigt werden wir noch viele Überraschungen erleben.

