Briefe an Laura

Sachsen Anhalt

5. September 2026 | Briefe an Laura, Tagebuch

Sachsen-Anhalt
ein Land mit großer Fremdenfreundlichkeit, ein Hort des Antirassismus.

Das ist jetzt gar keine Ironie, sondern gefestigte Erkenntnis. Dieser Wesenszug der Anhalter Sachsen hat eine lange Geschichte und nun, vor der Landtagswahl morgen, möchte ich dazu etwas ins momentane Bewusstsein rücken.

Es gab mal einen Sachsen-Anhalter, Kaiser Otto I. den Großen (912-973). Er wurde am 23. November 912 in Wallhausen südlich des Harzes, in Sachsen-Anhalt geboren und ist begraben im Magdeburger Dom.

 

Die heutigen Sachsen-Anhalter, wie der gesamte Osten, leiden etwas unter der Herabsetzung weniger Wessis. Dazu will ich nur sagen, dass westdeutscher Hochmut und Arroganz ihre Wurzeln immer bei krachender Dummheit zu suchen sind.

Jedenfalls dieser Anhalter Sachse, Otto I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, verehrte als seinen Übervater einen Afrikaner, einen Schwarzen, manchmal sächsisch-anhaltisch gesagt, einen Neger.

Dieser hörte auf den Namen Mauritius, eingedeutscht Moritz. Und es war natürlich kein gewöhnlicher Moritz. Mauritius, ein schwarzer Heerführer in römischen Diensten, war Befehlshaber der sogenannten Thebäischen Legion. Es geschah Ende des 3. Jahrhunderts. Seine Legion, über tausend Mann, war zum Christentum übergetreten und wollte nicht abschwören und sich wieder zu den römischen Göttern bekennen müssen. Sie wurden als Märtyrer allesamt niedergemetzelt. Die Verehrung Ottos des Großen führte dazu, dass dieser Mauritius der Patron des Magdeburger Doms wurde. Dort befindet sich eine Reliquie und vor allem ein Kunstwerk von europäischem Rang. Die Statue des schwarzen Mauritius. Ich bin vor Jahren extra wegen dieser Figur und dem großartigen Dom nach Magdeburg gefahren. Die Sachsen-Anhalter, welch ein Erbe, das sollten sie nicht vergessen und immer ehren.

 

PS: Sollten sie einmal an den Genfer See fahren, biegen Sie ab nach Montreux. Dann eine halbe Stunde weiter und sie sind im ältesten Kloster nördlich der Alpen.
St. Maurice im gleichnamigen Ort.
Die Abtei ist Sitz der Augustiner Chorherren. Dort wurde die Legion des HL. Moritz getötet. Der Burgundische König Sigismund, durch die Nibelungensage bekannt, gründete Maurice zu Ehren die Abtei am 22. September 515. Seit dieser Zeit wird sie ununterbrochen bewirtschaftet. 2014/2015 wurde das 1500jährige Bestehen gefeiert. Ganz klar, dass ich mit Eva das Kloster einmal besucht habe,

8. Jhrd.n.Chr. Moritz, der erste Migrant Deutschlands.