Vincents Tagebuch

Mit 5 Euro durch den Tag

von | 25. November 2020 | Allgemein

Wer nicht kochen kann und und sich mit wenig Phantasie durchs Leben schlagen muss, der braucht viel Geld.

Das Nudelgericht. Zwiebelwürfel in Olivenöl andünsten, eine kleine Dose Bohnenkerne (oder selbsteingekochte) und eine handvoll gekochte Rigatoni dazu. Salz, Pfeffer, etwas hefefreies Brühenpulver und etwas Wasser dran. Lauchwürfel wären auch noch gut. Dann mit Muskat und vielleicht etwas Thymian auf großem Feuer einkochen. Bevor alles anbrennt, servieren. Ein ähnliches Gericht ist in Italien weitgerühmt: „Pasta-Fagioli“.

Brotsuppe. Ich koche mir (auch in der Berufsküche) in Brühe weiße Bohnen weich und fülle heiß in Marmeladegläser ab. Dann in die Spülmaschine. Im Kühlschrank sind die Gläser mindesten ein halbes Jahr haltbar.

Alles dahinwelkende Gemüse aus dem Kühlschrank kleinschneiden und in Gemüsebrühe weichkochen. Die weichgekochten Bohnen dazu, (sind keine Bohnen da, dann eben ohne Bohnen). Abschmecken nach Belieben, meinetwegen wie oben das Nudelgericht. Altes Brot (nicht zu viel, sonst wird es ein Mampf), in feinen Würfel  hinzu und sofort servieren.

PS: Das Sternekochgeschwafel geht mir echt auf den Keks. Die einfachen Gerichte sind am geschmacksintensivsten. Und noch etwas, solch einfache Köstlichkeiten schmecken totgekocht und aufgewärmt irgendwie ärmlich.

Viele versteigen sich in die kompliziertesten Rezepte von Berufsköchen. Besser man fängt von unten an, strengt sein Hirn an (erst denken, dann kochen) und spart ein Haufen Geld.