Vincents Tagebuch

Der Hirsch Böhringen

3. April 2026 | Tagebuch

Fast jeden Sonntag unternehme ich einen kleinen Ausflug. Diesmal sollte es eine Radtour auf der Schwäbischen Alb sein.

Die Familie Weeger, betreibt in Böhringen, ganz in der Nähe des ehemaligen Münsinger Truppenübungsplatzes seit ewigen Zeiten eine wirklich gute Küche. Der Sohn werkelt in der Küche, Mama hält mit Sevierfrauen die Wirtschaft am Brummen. Das funktioniert optimal, so dass mein Bier in fünf Minuten vor mir stand, nach weiteren fünf Minuten war die Hirnssuppe da. Danach wurde ein Rindergeschnetzeltes mit Spätzle serviert. Die Suppe war saugut und danach die Spätzle mit dem Fleisch und der Rahmsoße, dass ich so reinfutterte und erst danach ans Fotografieren dachte. Da der Salat als Zwischengang kam gelang mir ein Bildchen. Schauen Sie sich den Salat an, da waren Leute am Werk die wissen was sie tun. Sie sind sich auch der Qualität sicher und müssen keine Verschleierungstaktik übers Grün streuen, all diesen Krempel an oft ranzigen Nüssen und sonstigem Sprossenzeugs.
Mit den Schwäbischen Portionen komme ich allerdings nicht mehr so gut klar. Früher war ich, wie allen Schwaben, erst satt wenn es mir schlecht wurde. Das Gasthaus Hirsch vertrug ich allerdings sehr gut. Doch der Ranzen spannte und die Radtour um den Münsinger Truppenübungsplatz brach ich nach einer halben Stunde ab, hatte Sehnsucht nach dem heimischen Sofa. Immerhin hatte ich den ehemaligen Ort Gruorn erreicht.

Die Einwohner von Gruorn wurden zwischen 1937 und 1939 zwangsumgesiedelt. Die Kirche und das Schulhaus stehen noch.