Ein gutes Gasthaus hat einen zünftigen Stammtisch. So wie der Stammtisch, so auch das Gasthaus. Der Freitagsstammtisch der Wielandshöhe trifft sich immer jeden ersten Freitag im Monat zum Soupé. Es sind halb Weiblein halb Männlein und ganz besondere Leute. Einige sind auch schon gegangen, wie der Künstler Klaus Heider oder Prof. Eberhard Jäckel, der Historiker. Ganz besonders fehlt auch die Chefin Elisabeth Klink. Es war ihr Stammtisch, den sie auch ins Leben gerufen hat. Alle Mitglieder sind natürlich excellente Weintrinker und Spitzzungen.
Heute war es wieder soweit, ein munteres Völkchen war an Bord und die umliegenden Tischnachbarn staunten was da aufgefahren wurde. Es sitzen keine arme Leute am Tisch, aber auch Geringverdienende, denen so etwas mehr Freude macht als eine Pauschalwoche Costa Brava. Man muss nicht viel Geld haben, aber es richtig ausgeben, so dass gute Erinnerung bleibt. Bei allen Unterschieden, in einem sind sich die Tischgenossinen und Herren gleich, nämlich im erhöhten Bildungsstand nach der Melodie:
“Es gibt nur einen Reichtum, das ist der, der in einem wohnt. Alles andere ist Deko!
Für Köche und Service ist dieser Tag immer ein kleines Abenteuer, denn es gibt nie etwas von der Karte, sondern immer ein spontane Idee.
- Loup de Mer aus der Salzkruste
Der Gipfel der Tafelei ist, wenn der Koch frei loslegen kann. Richtige Freundschaft bedeutet, dass alle das gleiche Essen. Würde die Genießerequipe getrennt per Karte bestellen wäre sie längst getrennt. Den Stammtisch gibt es seit mindestens 15 Jahren.




