Vincents Tagebuch

Silvester

von | 4. Januar 2018 | Allgemein

Alles ist gut, und so wird es auch hoffentlich bleiben. 
Es ist keineswegs Geheimniskrämerei oder irgendwelche Anwandlung von Arroganz, dass das Silvestermenü auch im Nachhinein nicht verarten wird. Es hat eher mit Diskretion zu tun. Nicht jeder muss wissen was unsere Gäste wissen. Der wirkliche Grund für die Schwärzung ist aber, dass unsere Menükartensprache völlig abgespeckt daherkommt. Im Grunde erfährt man nur die Garmethode und das jeweilige Produkt. Unsere Gäste schätzen diesen Minimalismus, den wir seit Jahren betreiben. Menschen, die bei uns nie zu Gast waren, können nicht ahnen was sich beispielsweise hinter dem Wort „Gänsesalat“ verbirgt. Wichtig ist uns uns, dass etwas viel besser und schöner auf den Tisch als es angekündigt wurde. Also genau umgekehrt den Versprechungen unserer heutigen Zeit, wo alles ganz toll beschrieben, und sich dann als schlicht oder gar schlecht erweist.
Silvester spendierte allen Anwesenden ein gehobenes Lebensgefühl. Bis dann, bis dann gegen Mitternacht das Geknalle die Gegend zum Kriegsschauplatz erniedrigte.
Es ist nun überstanden und die Stadt Stuttgart hat ihr Feinstaub-Portfeuille für’s nächste Quartal gut gefüllt. Zum Durchatmen sollt man auf die Schwäbische Alb fahren. Diese wunderbare Landschaft werde ich dieses Jahr verschärft erkunden. Es wird überhaupt ein Jahr der Erkundung. Die Feldforschungen für mein neues Buch „Ein Bauch spaziert durch Wien“ werden mich in meiner Freizeit auch noch auf Trab halten. Mein Bauch wird mir den richtigen Weg durchs Jahr zeigen, dessen bin ich mir sicher. 

Unser wunderbarer Fischer vom Rhein brachte uns heute die erste Lieferung des Jahres.