Risotto

Risotto

Rezept für 2 Personen
Wie gesagt, es handelt sich um eine Vorspeise, oder ein kleines Gericht.
100g       Reis
2            Schalotten
100g      Butter
1            ganze Knoblauchzehe
ca. 1/2 Liter Fleisch-, Hühner- oder Gemüsebrühe
evtl. 1 g Safran

Den Reis mit einem TL Butter und den Schalotten in einen heißen Topf geben und alles leicht anrösten. Sobald die Schalotten oder der Reis braun zu werden beginnen, wird mit der Brühe abgelöscht und der Topf mit der doppelten Menge Flüssigkeit, Fleisch-, Hühner- oder Gemüsebrühe über den Reis aufgefüllt.

Ab und an umrühren. Nach fünfzehn Minuten ist soviel Flüssigkeit eingekocht, dass öfters umgerührt werden muss. Der Reis saugt die Flüssigkeit auf. Immer wieder etwas Brühe beigeben. Es können dabei keine festen Regeln aufgestellt werden, sondern man sollte sich auf sein Gefühl verlassen. Immer so viel Flüssigkeit beigegeben, dass sich ein flüssiger Brei im Topf befindet. Es gibt Leute, die behaupten man dürfe am Anfang nicht so viel Brühe hineingeben, was ich aus Faulheit immer mache (und weil man besseres zu tun hat als ständig zu rühren).

Nach weiteren zehn Minuten sollte man ein Reiskorn herausnehmen und auf Festigkeit überprüfen. Ist der Reis weich, hat aber innen noch einen festen Kern hat, dann ist es soweit.

Nun durch heftiges Rühren den Risotto so lange einkochen bis er schwer flüssig  und sämig ist. Ist er zu dünn, dann bei großer Energie heftig rühren, damit die überschüssige Flüssigkeit schnell verdampft. Ist der Risotto zu dick, und das kann man generell anwenden: dann kommt ein wenig Weißwein ins Gebrodel. Auf alle Fälle sollte man genügend Brühe haben um am Schluss noch evtl. Korrekturen zu ermöglichen. Übrigens: Parmesan wird nicht in den Risotto hineingerührt sondern wird am Tisch darauf gestreut.

Abschließend, wirklich ganz zum Schluss, Butter in großen Flocken mit dem Kochlöffel einarbeiten, gleichzeitig dabei vom Feuer gehen, und anrichten. Die Menge der eingearbeiteten Butter ist für den Geschmack von großer Bedeutung. Der berühmte Koch Gualtiero Marchesi, verwendet fast den halben Anteil an Butter.

Alles klar?
Der Risotto sollte von der Konsistenz ziemlich soßig sein und wird grundsätzlich in Suppentellern angerichtet.
Aus gesundheitlichen Gründen kann weniger Butter verwendet werden. Es ist aber besser man macht es wie die Italiener, man isst wenig, dafür aber „fullfat“.  Je mehr Butter, umso mehr Genuss. Kurzum, den Batz, der oft von Vegis haufenweise reingeschaufelt wird, dieser Mampf hat mit Risotto nichts zu tun. Auch ist es eine Unverschämtheit, Grünkern oder Graupen, auch wenn ähnlich zubereitet, Risotto zu nennen. Nö, Risotto ist das, was ich bei Gualtiero Marchesi in Mailand erleben durfte.

Also nochmal: Zu einem guten Risotto benötigt man traditionell kein Fleisch oder Gemüse, er ist unter puristischen Italiener immer eine eigenständige Vorspeise und die Ausnahme wäre Rapa oder Trevisano als Zugabe, aber auch Meeresfrüchte oder die Tinte von Sepien. Nur in einem Fall dient er als Beilage, nämlich zu Mailänder Osso Buco und dann muss es grundsätzlich Safranrisotto sein.