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Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Drei Jahre Recherche und Studium sind hinter mir. Nun kommen die 380 Seiten über die Habsburger, die Stadt Wien, die Menschen dort, die K&K Wiener Küche, Restaurants und Kaffeehäuser in den Buchhandel.

Ullstein Verlag Berlin
ISBN 978-3-550-20066-3

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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

1. März 2017

Sie wissen nicht wer Elliot Paul war.
Ich wusste es auch nicht, bis mir der Maro Verlag aus Augsburg ein Buch mit dem Titel „Das letzte mal in Paris“ ins Haus lieferte.
Gleich vorweg einen Salut aus diesen Verlag. Er hat einen amerikanischen Schriftsteller ausgegraben, der im Paris der 20er Jahre als Korrespondent für die Chicago Tribune schrieb. Zuvor hatte er schon drei Romane geschrieben, was ihm den Zugang zu Intellektuellenkreisen schweren Kalibers (Hemingway, James Joyce) öffnete und auch den Zutritt zum Salon von Gertrude Stein ermöglichte, dem Joyce wegen Neids von Madame nicht angehörte. Elliot Paul ließ sich dauerhaft in Paris nieder und bezog Quartier in der Rue de la Huchette, ganz in der Nähe des Place Saint Michel, an der mittleren Brücke die zur Ile de la Cité führt.

In dem schmalen Gässchen tobte das Leben des alten Paris, von dem wir heute noch träumen. Hilfsbereite Huren, Taugenichtse, versoffene Opas, seltsame Händler mit seltsamen Waren. Es gab alles was man für Leben brauchte nur keinen Luxus.
Das Buch ist eine unbeschönigte, witzig geschriebene Draufsicht auf ein Kleinbürgertum, dass sich im Winter kaum das Feuerholz leisten konnte und deshalb die Kneipen bevölkerte.  Wer sich für soziale Realität des damaligen Paris interessiert, für den ist dieses Buch ein Muss.

Nichts wird ausgelassen, auch die politischen Strömungen, die Nachwehen des ersten Weltkriegs, aber auch die Freuden und die Lust am Leben sind wirklichkeitsnah zu erleben. Es ist ein wichtiges Buch und hilft dem Verständnis, warum die Franzosen so ticken wie sie es eben tun. 1944 erschien das Buch erstmals auf Deutsch im Stockholmer Exilverlag Bermann-Fischer unter dem Titel „Die kleine Gasse“. Man hat die damalige Übersetzung nicht überarbeitet, was gewisse Leute bemängelten. Offensichtlich nicht wissend, dass die Deutsche Sprache nie besser repräsentiert war als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Selbst die Übersetzung aus dem letzten Kriegsjahr 1944 ist ein Zeitdokument, an dem man nicht herumraspeln sollte, um es für Twitter-Kids lesbar hinzubiegen.
Nochmals Dank für diese Weitsicht an Benno Käsmayr und seinen Maro Verlag.

Das letzte Mal in Paris: Roman Gebundene Ausgabe 2016
von Elliot Paul (Autor), Ludovica Hainisch-Marchet (Übersetzer)
Maro Verlag Augsburg, ISBN 978-3-87512-477-4
EUR 20,00