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Sonntag und Montag Ruhetag

Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
"Meine Rezepte gegen Liebeskummer"
Jeder Mensch kennt Liebeskummer und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur fühlt man sich leider nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser - im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut. Vierzig Jahre Gastwirt, einem Zoodirektor nicht unähnlich, da weiß man um die Gefühlswelt der Menschheit gut Bescheid. Zu den Rezepten werden viele Erlebnisse, Selbsterfahrungen und amüsante psychologische Hilfen angeboten. 

Anfragen für humorvolle Lesungen: Rowohlt Verlag Reinbeck
Frau Tessa Martin



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

September 2015

30. September 2015

Kürzlich schrieb mir ein Koch, der seit jahren im Süden Chinas kocht, dass er sich sehr auf Herbst und Winter freuen würde. Das gäbe es allerdings an seinem Lebensort nicht. Es wäre das ganze Jahr gleich schön und warm, und das sei schrecklich.

Wir können es uns vielleicht nicht vorstellen: Die Kraft Europas kommt sicher auch von den Jahreszeiten. Diese Wechsel haben auch große Auswirkung auf die Küche.
Unsere Sommerküche ist nun beendet und wir wenden uns den Wildgerichten, dunklem, herzhaftem Fleisch, Wurzelgemüsen  und auch dunklen Gewürzen zu. Nicht zu vergessen unser Bauerngockel oder das unvergleichliche Karpfenfilet. Keine Gräten sind drin und der Fisch ist von frischem Geschmack und nicht aus einem Moostümpel. Mein Lieblingsessen ist allerdings gerade die frisch gemachte Kuttelwurst. Wie viel wissen, Wurstmachen ist sozusagen eine Wielandshöhen-Leidenschaft.

17. September 2015

Das macht mir wirklich Kopfschmerzen

Traf ein anderer Planet die Erde und fragte wie es gesundheitlich so ginge? Antwortete die Erde: "Ganz schlecht, ich habe Homo Sapiens"! Sagt daraufhin der Andere: "Das hatte ich auch mal, aber das geht vorbei!"

Vor einige Tagen:  Gast an Tisch 10 plagte schlimmes Kopfweh. Er bat die Serviererin um eine Kopfschmerztablette. Die Serviererin rannte zu meiner Frau und sagte, dass sie in der Berufsschule gelernt habe, dass man den Gästen keine Arznei verabreichen dürfe, man mache sich stafbar.
Meine Frau antwortete mit Puls-220 geben Sie den Leuten eine, oder zwei Aspirin. Ihnen droht nichts, ich gehe für sie ins Gefängnis.
Deutschland ein schönes Land, aber darüber hinaus eine Regulierungshölle in der niemand mehr ein bisschen Verantwortung übernehmen will und darf.

12. September 2015

Mindestlohn
Ein Riesenwirbel wurde veranstaltet, 1600 Zöllner müsse man einstellen. Und nun? Deutschlandweit ergaben 25.000 Prüfungen gerade mal 146 Verstöße. Frau Nahles rudert nun wieder mal zurück.

Was mich besonders ärgert, wären die Verstöße vorwiegend in der Gastronomie verschuldet worden, hätte man diese Marginalie deutlich und süffisant den Medien gemeldet. In welcher Ecke des Handwerks die Verstöße stattgefunden haben bleibt also geheim. Ich ahne warum: Die Bauindustrie hat eine knallharte Lobby und mancher Politiker hält sein Händchen darüber.  

Es ist doch sehr auffällig, dass in den letzten Jahren die Bürger vor gewissen Behörden nicht unter Verdacht geraten können, sondern erstenmal schuldig sind um dann beweisen zu müssen, dass sie es nicht sind. Für eine Solitarität dem Staat gegenüber ist diese krude Verfahrensweise nicht gerade förderlich.

11. September 2015

Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Am Computer sitze ich nur bei schlechtem Wetter. Einen solchen Sommer und nun Spätsommer hatten wir schon lange nicht mehr, und es zieht mich ständig in den Garten. Gartenarbeit, das ist sozusagen mein Lieblingssport. Dessen ungeachtet kochen wir wie die Teufel.

Ansonsten ist mein Parisbuch kurz vor der Auslieferung und die letzten Korrekturen, - Mamma Mia -, das war schon noch ein bischen stressig. Nun ist es aber geschafft, und kaum erledigt, drängt es mich bereits zu neuen Taten. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Dichter René Char. Er war ein ganz besonderer Kerl: Sensibler Dichter und trotzdem Capitain in der Résistance, mit brandgefährlichen Unternehmungen während der deutschen Besatzung.

Begonnen hat dies Interesse vor bald vierzig Jahren. Ich zeichnete am Wegesrand eine Gedenktafel in der Provence. Sie führte als Inschrift den Namen Jean Moulin. Seitdem treibt mich dieses Thema um. Schon damals wollte ich alles über die Résistance wissen und dachte, dass es nicht den geringsten Grund gäbe, als Deutscher die Gräuel der Wehrmacht, die im Ausland begangen wurden, einfach zu verdrängen.