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Sonntag und Montag Ruhetag

Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
"Meine Rezepte gegen Liebeskummer"
Jeder Mensch kennt Liebeskummer und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur fühlt man sich leider nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser - im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut. Vierzig Jahre Gastwirt, einem Zoodirektor nicht unähnlich, da weiß man um die Gefühlswelt der Menschheit gut Bescheid. Zu den Rezepten werden viele Erlebnisse, Selbsterfahrungen und amüsante psychologische Hilfen angeboten. 

Anfragen für humorvolle Lesungen: Rowohlt Verlag Reinbeck
Frau Tessa Martin



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

März 2014

26. März 2014

Mittlerweile wird gebacken bis sich der Ofen verbiegt. Das Brot mal dünn, mal dick, mal breit mal lang, das ändert nichts daran, dass die schöne Bäckerin sich nicht von vorne zeigen will. Soviel sei verraten, sie ist der süßeste Mehlwurm aller Zeiten (SÜMAZ).

13. März 2014

Ob man es hören will oder nicht, es sei gesagt:
WIR LEBEN NICHT IN EINER DEMOKRATIE SONDERN IN EINER LOBBYKRATIE

Erinnern Numero Eins:

"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!"

Erinnern Numero zwei:

Diesen Satz sagt man Berthold Brecht nach und er ist noch nicht vollständig.  Komplett hört sich das folgendermaßen an: "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Wenn ihr nicht hingeht, kommt der Krieg zu Euch!"

Erinnern Nummero Drei:
Gammelfleisch sollte, so versprach es der damalige Verbraucherminister Horst Seehofer, mit einer Farbe gekennzeichnet werden, damit uns Fleischabfälle nicht als Lebensmittel untergejubelt werden.
Und was ist herausgekommen? Die Verwendung von Farbe wurde Gesetz, aber sie darf bei bestimmten Fleischabfällen geruch- und farblos sein!!

Der Vereinigung Foodwatch, ist zu verdanken, dass meiner Ansicht nach kriminelle Politiker sich mit solchen Gesetzen weniger leicht weiterschummeln können.
Gewiss manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Foodwatch dauernd nervt, aber im metaphorischen Sinn wird die lebensgerechte Ethik bekriegt und kaum jemand kümmert sich drum. Deshalb meinen Dank an Foodwatch!

Im ARD Magazins Plusminus erfuhr ich von den Machenschaften der Firma
Trinity Meat: http://www.trinitymeat.com
Trinity bedeutet ja Dreifaltigkeit. Für diese Gottseibeiuns ist dieser Firmenname die sortenreine Blasphemie.

Mehr über dieses Fäkalthema unter www.foodwatch.de



8. März 2014

Eigentlich wollte ich dieses Buch nicht besprechen denn es ist quasi ein Familienprodukt. Jedes Lob darüber geschmäckelt ein wenig nach Eigenlob oder Seilschaft. Andererseits ist das Buch so lustig und gut geschrieben und dann noch vom Verlegertycoon Klaus Bittermann wunderbar ausgestattet. Die Welt muss davon erfahren.

Wiglaf Droste
Schalldämpfer

Edition Tiamat, Berlin

Das Buch schildert den Kriegszug einiger Leute. sie haben das "Kommando Leise Welt" gegründet, eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells. Lärmbolde und Schreihälse bekommen von diesen gloreichen Sieben einen eindeutigen Wink mit der Wumme.
www.edition-tiamat.de

7. März 2014

Die Sizilianische Küche hat mich immer sehr beeindruckt. Ich kennen keinen Landstrich der sich Originalrezepte seit Jahrhunderten bewahrt hat. Eindeutig sind immer noch die Spuren der Sarazenen zu erkennen die im 8. und 9. Jahrhundert die Insel bevölkerten und damals auch die Nudel einführten. alle Welt spricht davon, dass Marco Polo die Nudel nach Italien einführte. Ein vollkommender Irrtum.

Bucatini alla Siciliana


200 g             Bucatini
200 g             Fenchel
100 g             frische Sardinenfilets
1                    große Zwiebel
4                    gesalzene Sardellen
1 EL              gesalzene Kapern            
50 g              Rosinen
50 g              Pinienkerne
1 MS            Safran
2 EL             Olivenöl
1 EL             Brotbrösel
                    Pfeffer, Salz

Fenchel hacken und blanchieren, abschütten.
Kapern in reichlich lauwarmem Wasser 15 Minuten wässern.

Zwiebel, fein geschnitten in einer Pfanne mit Olivenöl. Die gehackten Sardellen bei schwacher Hitze mit angehen lassen. Pinienkerne rösten und mit den frischen Sardinenfilets und den anderen Zutaten in die Pfanne geben. Wenn später die Sardinen zerfallen, so ist das ganz normal.

In der Zwischenzeit kochen die Bucatini. Die Kochzeit ist doppelt so lange wie bei Spaghetti, ca. 15 Minuten. Man sollte nach einiger Zeit immer wieder mal davon probieren. Sie sollten fest sein aber im Kern nicht roh.

Die Bucatini abschütten. Unter dem Sieb sollte eine Schüssel sein, die einiges von Kochwasser zurückhält. Die Bucatini sofort wider zurück in die Pfanne und mit allen Zutaten vermengen.

Man beachte: Kocht man Nudeln in großer Menge, für viele Gäste, dann müssen sie noch in sehr hartem Zustand abgeschüttet werden, denn in der großen Schüssel heizen die Dinger noch heftig nach. Ich liebe für Pasta einen Tisch für sechs Esser, alles darüber hinaus wird schwierig. Noch etwas zur Pasta, wir alle kennen die Pizza der Amerikaner die zentimeterhohen Tomatenmatsch obenauf packen. So etwas kennt man in Italien nicht und Nudeln mit viel Sauce sind allenfalls den Teutonen zu Liebe so serviert. 

In Sizilien wird Pasta fast immer mit Brotbröseln bestreut. Sie lassen sich so viel leichter essen. Parmesankäse ist erst in jüngerer Zeit in Sizilien bekannt.


6. März 2014

Mea Culpa:

Vor einiger Zeit wetterte ich gegen Aperol und den ganzen Chemiemist, den sogenannte fortgeschrittene Connaisseure gerne als Apero zu sich nehmen. Ich plapperte das nach, was ein berühmte Sommelier doziert hatte. Der Mann hatte recht und weiß auch wirklich Bescheid.

Ein Getränk allerdings, das ich gar nicht kannte nämlich "Hugo" zählte auch zur Verdammnis. Mir war völlig klar, dass man ein Gesöff mit dem Taufnamen "Hugo" sowieso gleich in die Tonne treten müsste. 

Heute kam eine sehr liebenswerte Mail einer offensichtlich gescheiten Dame, die mich aufklärte. Vor dieser Frau gehe ich gerne in die Knie. Sie beseitigte mein Unwissen, dass es sich bei "Hugo" um Holunderblütensirup mit Sekt, Champagner oder Crémant handele. Man lernt nie aus. Ein wunderbar spitziges Frühlings und vor allem Sommergetränk. Als Aperitif bevorzuge ich allerdings Getränke, die einen gewissen Anteil an Bitterstoffen haben, und so für Appetit sorgen. Ganz nebenbei: Stellt sich der Appetit nicht sofort ein, dann dürfte ein Glas Bier der beste Aperitif sein, den es überhaupt gibt.

Richtig gutes Zeug produziert Bernulf Schlauch: http://www.holunderzauber.de

5. März 2014

Gestern habe ich mich zur Qualitätsfindung etwas bedudelt. Tierversuche gibt es bei uns nicht, der Chef muss selbst ran.
Noch nie konnte ich behaupten „so ist es gut, so bleibt es“. Ich glaube diese Haltung wäre der Untergang. Kochen, ein Restaurantbetrieb muss ständig in Bewegung bleiben. Was gestern gut war ist es heut vielleicht nicht mehr. Es geht nicht nur darum, dass man den Gästen Abwechslung bietet, mindestens genauso wichtig ist, dass die eigenen Tätigkeit nie langweilig wird und man immer den Puls an der Zeit hat. 

Alle Welt trinkt plötzlich Aperol. Wenn mich aber etwas alarmiert, dann ist es der Massengeschmack. Kurzerhand wurden die Aperolbestände an meine Mitarbeiter übertragen, damit sie diese zuhause vernichten, als zügig trinken, denn wegwerfen, das hat selbst der Aperol nicht verdient. 

Nun fiel mir auf, dass man den Gästen nicht irgend etwas wegnehmen darf, denn mit Martini und Cinzano ist bei uns nun auch Schluss. Kurzum Aperol, Cinzano und Martini genügten meinen Qualitätsansprüchen nicht mehr. Ich habe mir ein Sortiment an guten Aperitifs besorgt und beispielsweise Vermouth Dolin ist nun auf alle Fälle dabei. Unserer besonderer Stolz ist ein Aperitif den wir aus selbstgemachtem Extrakt von sizilianischen Zitronen hergestellt haben. Es wird mit Kessler-Sekt aufgegossen und mit Eiswürfeln serviert.