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Sonntag und Montag Ruhetag

Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
"Meine Rezepte gegen Liebeskummer"
Jeder Mensch kennt Liebeskummer und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur fühlt man sich leider nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser - im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut. Vierzig Jahre Gastwirt, einem Zoodirektor nicht unähnlich, da weiß man um die Gefühlswelt der Menschheit gut Bescheid. Zu den Rezepten werden viele Erlebnisse, Selbsterfahrungen und amüsante psychologische Hilfen angeboten. 

Anfragen für humorvolle Lesungen: Rowohlt Verlag Reinbeck
Frau Tessa Martin



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

Juni 2016

18. Juni 2016

Mit Gästen kurz im Gespräch fiel die Frage, wann ich in Rente ginge. Ich antwortete: "Überhaupt nicht, jetzt geht es erst richtig los.!" Ich spiele bekanntlich mit großem Eifer und Ernst Basstrompete und Posaune, so erwähnte ich mein Vorbild. Sein Name: Doc Cheatham. Mit 92 Jahren noch spielte er im Washingtoner Blues Alley Club und mitten im Solo holte ihn Manitou in seine Heaven-Band.

Ich sagte zu den Gästen, dass ich noch sehr lange kochen und trompeten werde, denn wer lange kocht, der lebt auch lange, und mit dem Trompeten ist es genauso. Die Gäste meinten, dass Musiker und ganz besonders Dirigenten sehr alt werden können. Mir fiel dann wunderbarerweise das Sätzchen ein: " Dirigenten und Patron-Küchenchefs leben sehr frei, sind selten fremdbestimmt, sie haben niemanden über sich, nicht einmal Gott!"


Man weiß ja nicht mehr wo einem der Kopf steht: Kochen wir nun Sommerküche oder gehen wir gleich zum Herbst über?
Was die Ware des Fischenkaufs anbetrifft sind wir Pessimisten, aber was das Wetter angeht Optimisten. Also keine Matjes, sondern wir machen uns aus frisch gefangenen Sardinen selbst unsere Mini-Matjes. Ein totales Sommergericht, nun kann er kommen oder auch nicht, der Sommer.

8. Juni 2016

Klopf auf Holz,
mittlerweile 67 Jahre, lebe ich nach der unten stehenden Devise und alles ging bis jetzt gut. Schlimmstenfalls könne es mal passieren, dass ich mit meiner Trompete in der Fußgängerzohne auf dem Pflaster hocke und ein Schild um den Bauch habe:
"Ich brauch nicht Ihr Mitleid, nur Ihr Geld, denn ich habe bis vor kurzem besser gelebt Ihr alle zusammen.

Die traurigste Gesellschaft ist die, welche nicht über ihre Verhältnisse lebt.

Der Schöpfer dieser Zeilen ist mir nicht bekannt, abr es könnte Oscar Wilde sein.

4. Juni 2016

S 21
Heute bekam ich einen Brief von den wackeren S21 Gegnern. Einige Architekten haben sich Gedanken gemacht, wie man den Torso des Bahnhofs doch noch in eine vernünftige Lösung verwandeln könnte. Die mittlerweile enormen Erdlöcher würden sich als unterirdischen Busbahnhof anbieten.

Ich unterstütze diese Initiative der Umwandlung und ich glaube die Deutsche Bahn würde auch aufatmen, denn es droht das gleiche Desaster wie beim Berliner Flughafen.

Mein wichtigster Grund gegen S 21 ist der, dass sich in der Tiefe bis zu 1500 Personen aufhalten könnten und bei Rauchentwicklung und Brand kein ausreichendes System existiert um die Menschen schnell ins Freie zu bekommen.  Das Projekt ist jedoch nicht nur aus diesem Grund ein totaler Rohrkrepierer.

3. Juni 2016

Der Verbraucher, die Heilige Kuh des Turbokapitalismus, die gemolken sein will.

Der Bürger degeneriert durch Dauerbeschuss der Werbung mittlerweile zum Konsumjunkie. Er wird umworben bis er unterschrieben oder bezahlt hat, danach ist Funkstille, man denke an die Telekom. 

Sobald irgendeine Dienstleistung gewünscht wird, steht der Bürger da wie ein Anhalter in der inneren Sahara. All diese Servicefeindlichkeit wird vom Deutschen Michel mit einem Fatalismus hingenommen, als handele es sich um unabwendbare biblische Plagen.  
Warum kriegt niemand einen Schreikrampf: Man denke an Taxifahrer, die nicht grüßen, in ihrem Karren vor sich hinmüffeln, auf dessen Türe womöglich noch die Werbung eines Sexshops für zweifelhafte Stimmung sorgt.

Ganz schlimm geht’s mir in der Deutschen Bahn, diese Schande der Nation. Im Monat fahre ich ungefähr einmal mit dem Zug und die letzten vier male waren sehr entbehrungsreich. Die Bahnhöfe von widerlichen Essensgerüchen durchzogen. Jeder Quadratmeter verunstaltet und mit einem Junkfoodangebot ertragsoptimiert. Von pünktlichen Fahrzeiten wollen wir gar nicht reden. In den Zügen ist das Personal mit den Nerven runter. Warum verprügeln diese armen Teufel ihre Chefs nicht? Da werden Politiker als Frühstücksdirektoren eingestellt, Geld spielt in den oberen Etagen der Bahn keine Rolle, aber an Personal und Gewerk spart sich die Firma kaputt. Und was macht der Kunde? Er übt sich in buddhistischer Langmut.

Dienstleistungsgesellschaft, diese Ansage gemahnt an Betrugsversuch. Über die Banken könnte man auch ein Lied singen, "don't get the blues". Die Bankschalter sind wegrationalisiert, es gibt gerade für ältere Leute keine Hilfen, keine Ansprechpartner mehr. Der Kunde ist lästig wie ein Reißnagel im Schuh, und das Schlimmste: er lässt sich das alles ohne Murren gefallen. Und wenn das Bargeld abgeschafft, dann ist der Bürger komplett entmeündigt. Ich könnte endlos weitere Beispiele nennen, aber bevor ich mich vollends übberhitze, steuere ich nun mein Bücherregal an und hoffe ein Bändchen von Dalai Lama zu finden.



PS: Nochmal DB. Nun ist der Gotthardtunnel fertig, alles Klasse, im Tunnel und auch an den Ein- und ausfahrten. Das war es dann. Ordentliche Gleise von Deutscher- und von südlicher Seite, damit der Tunnel das leisten kann was er kann? Die sind in Planung: Seit zwanzig Jahren. die Kanzlerein war bei der Eröffnung des tunnels ziemlich kleinlaut. Eigentlich hätte sie für Abbitte auf die Knie fallen müssen.