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Sonntag und Montag Ruhetag

Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
"Meine Rezepte gegen Liebeskummer"
Jeder Mensch kennt Liebeskummer und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur fühlt man sich leider nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser - im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut. Vierzig Jahre Gastwirt, einem Zoodirektor nicht unähnlich, da weiß man um die Gefühlswelt der Menschheit gut Bescheid. Zu den Rezepten werden viele Erlebnisse, Selbsterfahrungen und amüsante psychologische Hilfen angeboten. 

Anfragen für humorvolle Lesungen: Rowohlt Verlag Reinbeck
Frau Tessa Martin



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

Juli 2016

28. Juli 2016

Das sei nun auch endlich mal verraten, meine so edlen Vornamen.
Wen wunderts, wenn Vater und Großvater fließend lateinisch sprachen. Ich hatte unter den Herren Einiges zu erleiden, denn wie meine Vornamen ahnen lassen, hatten sie Großes mit mir vor. Zum Entsetzen des knarzenden Opas und belesenen Altphilologen schaffte ich es nur bis zum Koch.

Also die Vornamen: Philippus, Theophrastus, Aureolus, Bombastus, Vincent

26. Juli 2016

In der Trattoria Medina,(Via Medina). Ganz klassisch-traditionell wird zur Pizza eigentlich Bier getrunken.
Ein Leben ohne Pizza ist möglich, aber nicht schön.
Hier ein Rezept von meinem Backstübler Hannes Weber, der in Friedrichhafen eine berühmte Bäckerei umtreibt und auch beim SWR seine Künste zeigt. Der Mann kann backen und deshalb klappt meine Pizaabackerei erst seit ich sein Rezept verwende.
http://webers-backstube.de

Pizzateig
500 g                 Weizenmehl Type 550
350 g                 Weizenmehl Type 405
150 g                 Hartweizengrieß
10 g                   Hefe
ca. 550 g           Wasser,  sehr kalt
30 g                   Olivenöl
25 g                   Salz
etwas                Olivenöl für das Backblech
etwas                Mehl zum Ausrollen


Für den Pizzateig die beiden Mehle, Hartweizengrieß, Hefe, Wasser, Olivenöl und Salz in die Knetschüssel der Küchenmaschine geben und 10 Minuten langsam, dann noch 5 Minuten schnell kneten. Wichtig der Teig darf nicht zu warm werden. Wenn er sich gut vom Kesselrand lösen lässt  und einen leichten matten Glanz hat, ist er fertig.
Den Teig in einer großen Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen. Dann in Teigstücke von ca. 150 g aufteilen, diese Teigstücke rund wirken.
Ein Backblech dünn mit Öl abpinseln und die Teiglinge darauf setzten. Mit Frischhaltefolie gut abdecken und eine Nacht im Kühlschrank reifen lassen.

Die echten napolitanischen Backartisten, die Pizzaioli, lieben nur zwei Sorten von Pizzen. Einerseits die traditionelle Neapolitaner-Pizza, mit Tomaten Oregano und sonst nix.

Die Entstehungsgeschichte der zweiten Sorte beginnt mit einem imaginären Verwandten von mir, einem veritablen Adelsmann, nämlich Ferdinand I. von Neapel, genannt auch «Il Re Nasone», „Nasenkönig“. Der Monarch trug also nicht nur wie ich einen riesigen Zinken im Gesicht, sondern war auch genauso verfressen. Die Pizzaoptimierung hatte es ihm dermaßen angetan, dass er sich oben auf Schloss Capodimonte, unmittelbar über der Stadt gelegen, einen Porzellan-Ofen zur Pizzaherstellung umfunktionierte. Das Volk liebte ihn, denn er aß sogar seine Makkaroni nach Malochermanier mit den Händen.
Nachdem allerdings der Revolutionär und Gründer des modernen Italien Guiseppe Garibaldi den Connaisseur vertrieben hatte, ging es mit Napoli rasant bergab. «Il Na¬sone» war nämlich nasen- und gaumentechnisch ein Genie, aber politisch eine völlige Flasche. Dem Volk war’s egal, der König hat heute noch einen legendären Ruf. Seine damaligen Mängel an Staatführung glich seine Gattin, die gebürtige Österreicherin Margherita, bestens aus. Diese Frau schmiss während der Regierungszeit den Laden. Bei einem Besuch der Altstadt Neapels kam sie auf die Idee, sich vom Pizzabäcker Raffaele Esposito eine Pizza backen zu lassen. Das war anno 1889. Sie wollte dem Volk ihre Verbundenheit signalisieren. Auf dem Fladen prangten die späteren Nationalfarben: rote Tomate, grüner Basilikum und weißer Mozzarella. Die Pizza Margherita war geboren. Die Neapolitaner waren hin und weg, und zwar dermaßen, dass sogar nach dem Zweiten Weltkrieg, 1946, immer noch über achtzig Prozent der Bevölkerung für die Monarchie stimmten.
 





20. Juli 2016

Roland Trettl, ein Südtiroler, arbeitete bei Eckart Witzigmann und organisierte, über viele Jahre hinweg, das Restaurant Ikarus im Hangar 7 in Salzburg. Dort lud er unzählige Spitzenköche zu Gastspielen ein und wurde so zum kulinarischen Kosmopoliten. Der Mann hat wirklich den Durchblick. Trettl ein echter Rock’n Roller mit gegelter Starkstromfrisur hat nun in einem Buch seine Erfahrungen und Ansichten in äußerst geistreicher und witziger Art zu Papier gebracht.

Jeder, wirklich jeder, der sich mit Kochen und Gastronomie beschäftigt sollte sich dieses Buch kaufen. Mir wurde ganz warm ums Herz, dass ich doch nicht ganz alleine gegen so manche gastronomische Blödsinnsmode ankämpfe. Selbst für meine Mitarbeiter war wichtig, dass nicht nur old Vincent gegen den Schwachsinn der Gastronomie ankämpft, sondern dass es auch junge Kollegen gibt, die genauso denken.

In manchen Kapitel liegt Trettl nicht auf meiner Linie, beispielsweise habe ich mit Frauen in der Küche die besten Erfahrungen gemacht, er anscheinend nicht. Aber es kann ja nicht jeder ein Frauenversteher sein.

Ganz wunderbar sind aber die Kapitel:
Wie teuer darf gutes Essen sein? Foodblogger? Michelinsterne vor die Säue? Die Arroganz der Franzosen? Endlose Menüs? Sorbets vor dem Hauptgang, undsoweiter.

Sehr locker hat der Wunderknabe das alles mit seinem Freund Christian Seiler zusammen zwischen die Buchdeckel gepflanzt.

Endlich mal ein Kollege, der den Mut hat, der neurotischen Spitzengastronomie auf die kreativen Pfoten zu klopfen. Eine Streitschrift, kompetent, klug, angriffslustig und immer amüsant!

Roland Trettl mit Christian Seiler
„SERVIERT“
Ein Insider berichtet:
Die Wahrheit über die besten Köche der Welt

ZS Verlag München ISBN 978-3-89883-493-3

13. Juli 2016

Mieze Schindler für mich die beste Erdbeere der Welt.

Otto Schindler aus Pillnitz züchtete sie 1925 aus den Sorten 'Lucida Perfecta' und 'Johannes Müller' und benannte sie nach seiner Frau. Im Handel ist sie so gut wie nicht zu bekommen. Sie beinhaltet all das was der Gärtner und Händler nicht leiden kann. Sie bringt wenig Ertrag, und ist teurer, da schwierig zu ziehen. Da die Beere schnell verdirbt und sehr druckempfindlich ist nimmt der Handel vor ihr Reißaus. Wenn man eine wirklich reife Walderdbeere im Mund hat, dann ist man ungefähr in dem Aromenparadies der Mieze. Wer also im eigenen Garten Erdbeeren ziehen möchte, der sollte es damit mal versuchen. Man benötigt jedoch parallel eine Bestäubersorte u.s.w. Kurzum alles nicht ganz einfach. Gottseidank haben wir einen Gärtner der sich für diese Beere aufreibt.

13. Juli 2016

Mir war nach Artischocke. Komisch, dass dieses wunderbare Gemüse so wenig angeboten wird. Mit den Artischocken kamen noch einige Körbe Pfifferlinge ins Haus. Also machte ich Artischocke mit Pfifferlingen. Es schmeckt ganz prima und erst im Nachhinein stellte ich fest, dass es ein sortenreines vegetarisches Gericht ist. Warum denken so viele Vegetarier dauernd ans Fleisch? Wozu all dieser Fleischersatz aus Tofu oder sonstigem Laminat. Einfach das Fleisch vergessen und das essen was die Natur ganz unverfälscht anbietet.

9. Juli 2016

Ach wäre es schön, wenn wir einen guten Monarchen hätten. Ich würde mich evtl. zur Verfügung stellen. Das politische Erbsenzählerbusiness kostet ja Unsummen und jeder Hinterbänkler muss auch immer wieder mal ein Lebenszeichen von sich geben. Man denke nur an Brüssel mit all der kleinteiligen Gesetzesflut, welche unter anderem auch die Engländer vertrieben hat. Den Südspaniern droht bald eine Heizdeckenverordnung, weil in Brüssel einige kalte Füße bekommen? u.s.w.

Jetzt endlich die Schlagzeile des Jahrzehnts: Auf meinem Handy landen auch News und es ist viel Mist dabei. Zuerst dachte ich nämlich, die Headline der Zeitung sei ein Witz:
 „Die Welt“ berichtet:

MERKEL BITTET MIGRANTEN UM TOLERANZ FÜR SCHWEINEBRATEN

Als ich diesen Schafscheiß der ersten AFD-Wahlkampfhelferin Angela Merkel las, blieb mir doch glatt mein Fleischküchle im Hals stecken. Ich überlebte den in die Luftröhre geratenen Schweinsknödel knapp und kam wieder langsam zu mir.

Ich las noch mehr zu diesem Thema, das die ranghöchsten Staatsfrauen und -Männer dermaßen umtreibt, dass diese Leute für Vernünftiges und Wichtiges wirklich keine Zeit mehr finden.
Meine Güte, ich kenne mich mit Schulspeisung nicht gut aus, aber ich war der Ansicht, dass grundsätzlich eine  vegetarische Variante angeboten werden muss. Es gibt ja nicht nur Muslime auf den Schulhöfen sondern auch Kinder die von einer nachdenklichenElternschaft in die Welt gesetzt wurde und die es nicht zulässt, dass ihre Brut mit Pausenhof-Quälschweinen kontaminiert wird.

Übrigens, ich gehöre zu den Wenigen, die Angela Merkel wirklich gut leiden können und von Ihrer Standhaftigkeit immer noch beeindruckt bin. Jetzt ist aber im Gutmenschen-Oberstübchen ein kleiner Gartenzwerg außer Rand und Band geraten.

Man kann alles natürlich auch entspannt sehen und mit dem Rest der Welt herzhaft über Deutschland lachen.  

Über Essen und Trinken schreibt so mancher recht gut. Literatur kann man nur Siebecks Texte nennen.
Wolfram Siebeck hat mich mein ganzes Berufsleben begleitet und ich habe viel von ihm gelernt. Nächste Woche können Sie in der Wochenzeitung "Die Zeit" meine Würdigung lesen.

1. Juli 2016

Es wird höchste Zeit, dass man sich der Gutgläubigkeit entledigt. Wenn ich das Wörtchen Rating-Agentur höre, dann geht mir der Hut hoch. Es gibt jedoch auch reichlich Manipulation ganz in unserer Nähe.

Lassen Sie mich den Brief eines renommierten Winzers zitieren: "Nachdem das Weinmagazin "Falstaff" die unrühmliche Vorreiterrolle zufiel und der Weinführer "Eichelmann" dieser folgte,, hat jetzt auch der "Feinschmecker" nachgezogen: Die Rede ist vom Bezahljournalismus, der sich in allen Wirtschaftsbereichen ausbreitet.

...wenn das Geld im Beutel klingt, das Weingut in das Ranking springt!" Mehr Zitat braucht es nicht. Der aufgeweckte Leser weiß eh Bescheid. Da ich an meinen freien Tagen auch engagiert Musik mache, fiel mir schon lange auf, dass in den Musikzeitschriften nur die Musiker einen Artikel bekommen, die mit ihrer CD auch ein Inserat geschaltet haben. In nahezu allen Printmedien, bis zu den Zeitungen, nimmt diese Unart immer mehr zu. Warum kauft man eigentlich den Papiermüll noch? Jedenfalls, die Presse schafft sich selbst ab, denn der Verbraucher ist auf die Dauer doch nicht so leicht zu manipulieren. Wir leben in einer perversen Welt der Finanzcontroler, davon ist auch die Hotelerie und Gastronomie betroffen. Die Blätter, die einen glaubwürdigen Journalismus liefern, diese werden überleben. Damit ist auch die Gastronomie angesprochen, es gibt sie noch, die aufrecht Wackeren, deren Beruf mit Berufung zu tun hat, die nicht geliked oder sich durch ein Bezahl-Ranking schleimen.