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Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Holzschnitte von Vincent Klink auf handgeschöpftem Büttenpapier
Probedruck. Gendermäßig mal ein Huhn? Im Tierreich sind die Männlein aber meist schöner. Ein Hahn muss her.
Probedruck. Gendermäßig mal ein Huhn? Im Tierreich sind die Männlein aber meist schöner. Ein Hahn muss her.
Immer wieder einen Holzschnitt 
von Vincent Klink. 
Auf wertvollem handgeschöpftem Büttenpapier.
Sehr dekorativ in jeder Küche.
Das Rezept dazu, im Magnesium-Klischee-Satz, 
ebenfalls auf handgeschöpftem Bütten. Von mir selbst gedruckt in meiner Werkstatt.
Format DIN A 4
Weiter Informationen und zu bestellen bei



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

Februar 2020

28. Februar 2020

Im Tagebuch gibt es heute nichts Neues. 
Dafür hatte ich aber die Idee einer Basis-Kochschule. Diese wird ständig verbessert werden um 30 Überlebensrezepte erweitert. Ziel ist es, ohne genauem Rezept, durch Nachdenklichkeit, aus dem Herzen raus, kochen zu erlernen. Sklavisch ein Rezept zu kopieren nimmt dem Gericht die Seele und ergibt letztlich nur ein Plagiat. Das Endergebnis mag gut sein, aber man weiß nicht warum. Auf die Dauer genügt das nicht um sinnliche Freuden zu erleben. 

Man begebe sich also nach links in die Rubrik Überlebensrezepte.

15. Februar 2020

Dr. Hans-Ulrich Grimm,
der Mann getraute sich schon immer der Nahrungsmittelindustrie, den Lebensmittelchemikern, den Fleischklopfer nachzuwerfen. Nun hat er wieder zugeschlagen. 

Es gibt ja Leute, die von Bio nicht viel halten, für die muss es billiger sein, und offensichtlich ist ihr billiges Leben lebenswert. Nur weiter so! Diese Ignoranten tun insofern dem Allgemeinwohl und der Rentenkasse einen Gefallen, denn wer schlecht isst, stirbt früher. 
Kurzum, einfach mampfen und nicht darüber nachdenken ist keine gute Idee.
Gegen Gedankenlosigkeit und Stumpfsinn kommt nun Hilfe in Form eines Buchs, in klarer Sprache und mit eindeutigen Fakten: „FoodWar“. Ein Buch das jeden Verdrängungsmechanismus, das alle Ausreden beseitigt, dass nämlich unsere Lebensmittel großteils doch zum Leben taugen könnten. 

PS: Immer wieder höre ich, dass gutes Essen teuer wäre. Achtung: Es ist billig, wenn man kochen kann. Keine fünf Minuten vom Restaurant pulsiert unten in der Stadt die türkische Community. Millionäre findet man dort nicht, aber die meisten dieser Geringverdiener essen besser als die deutsche Upperclass. Man beachte aber, die türkischen Nanas können kochen. Wie heißt es doch immer so schön, „wer nix kann und nix weiß, der wird beschissen“.

Abhilfe schafft:
Dr. Hand-Ulrich Grimm
FOODWAR
Wie Nahrungsmittel
Droemer Knaur, 256 Seiten, 19,99

15. Februar 2020

Der Schaum der Tage
Es begab sich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, als Boris Vian noch die Tantiemen seines Erfolgsbuches „Der Schaum der Tage“ erleben durfte. Damals begriff ich schon, dass Schaum etwas ganz Besonderes sein müsse und das Innere meines Kopfes fühlte sich häufig auch so an. Manchmal der totale Verlierertyp, manchmal auch Überflieger, langsam und ungeschickt tastete ich mich in an das Erwachsenwerden heran. Mit hochrotem Kopf und Hochgeschwindigkeitspuls stotterte ich in einer Apotheke meinen Kaufwunsch einem Fräulein entgegen. Ein Verhütungsmittel war mein Begehr, eine Tablette, die man der Liebsten nicht in den Mund steckte, sondern - na ihr ahnt es. Jedenfalls erzeugte diese Art Brausetablette einen Schaum, der nicht einmal eine Mikrobe überleben ließ. Wenn ich von Schaum rede, so darf man sich darunter etwas Leichtes, Schwebendes, Anregendes vorstellen. Und ein bisschen Erektionsstimulanz sollte auch sein. Doch weit gefehlt, wir sollten lieber von Bauschaum, Dichtungsschaum oder Hartschaum reden. Die Zeit vor der Antibabypille war in jedem Falle verkrustet und hart. 
 
Warum ich Ihnen von meinen Fortpflanzungsbemühungen erzähle? Um eine ausführliche, mutig offene Antwort bin ich nicht verlegen. Ich muss allerdings einräumen, dass die Messlatte der Verdruckstheit mit fortschreitendem Alter, wenn auch hüftsteif, eins ums andere Mal tiefergelegt wurde. Die Bemühungen um political correctness, eine der Grundfesten der Grünenpartei, solcher Feinsinn ist mir auf der  Zielgeraden des Lebens etwas abhanden gekommen. Aber gemach, meine Damen und Herren, eigentlich wollte ich über die Vorsokratiker referieren. Das wäre mir auch gelungen, hätten meine Gedanken mich nicht in die  Bodennebel der Anno-Dunnemals-Schaumtablette hineingetappert. 
 
Jetzt ist es mir wieder eingefallen, warum ich heute Nachmittag, liebe Leserinnen und Leser, vom Schaum vergangener Tage zu den pubertären Schrecken der damaligen Schlagsahne-Vagina hinüber albtraumte.
 
Ja, es gibt noch wesentlich Schrecklicheres als Jugenderinnerungen. Es scheint die Nachmittagssonne und ich sitze in einem Straßencafé. Aus dem Inneren der Cappuccino-Hölle wummert Drum'n-Bass. Der junge Kellner, ein sportstudioversehrter Tatoo-Held wackelt mit seiner Glatze, die er stolz dem Cappuccino hinterher trägt. Das Besondere an seinem Kahlschlag ist, dass seine Mauser von Ohr zu Ohr reicht und obenauf wie eine Insel ein Pferdeschwanz ums Überleben zittert. Das in Olivenöl marinierte Haarteil zottelt und wippt mit jedem Schritt. 

Doch lassen wir das jetzt mal beiseite und wenden uns etwas Erfreulicherem zu: Potzblitz, der Capuccino sieht optimal aus. Der Mann hält bei allen Handicaps die Spur, und mein Cappuccino wird nicht verschüttet. Das wäre auch ganz unmöglich, denn der Cappuccino hatte, nach erster Überprüfung obenauf eine Hartschaumkappe, die mich an meine jugendlich-hochnervösen Übungen erinnerte. Ich setzte die Tasse an den Mund, war aber außer Stande den kompakten Schaum einzusaugen. Erst als ich den Rat meiner Altvorderen berücksichtigte, die immer davon sprachen, das man beim Trinken gefälligst sich zurücklehnen solle (beim Essen vorliegen und beim Arbeiten hinliegen), gelang es mir unter die Milchwatte zu gelangen und mir den Espresso abzusaugen. Der Schaum des einundzwanzigsten Jahrhunderts blieb in der Tasse zurück. 
 
Egal, ich hatte ja meine Einkaufstour durch Stuttgart nur unterbrochen, um mich von meinem Harndrang zu erlösen. Als das erledigt, ich meinen Obolus geleistet und mich vom Korbstühlchen erhob, grinste mich immer noch frech der unzerstörbare Schaum an, der sich mit Aplomb für alle Zeiten in der Tasse eingenistet hatte. Nun bin ich mir sicher und gewiss: Nie mehr Cappuccino in Straßencafés, allenfalls auf der Terrasse des Gritti Palace in Venedig. Ich werde mir ab heute, ganz "old school" immer einen Milchkaffee bestellen, keine verdammte Latte Macchiato, die man in Italien erfunden hatte, um Kindern die Welt der schwarzen Bohne näher zu bringen. Ich will auch keine Classic Latte Creamica, keinen Coffee Frapuccino, keine Flavoured Latte, und keine Caramello Latte. Nein, Milchkaffee muss es sein, auch wenn dieser Begriff mittlerweile nahezu unbekannt ist. Und wenn schon kein Milchkaffee, dann eben Caffè Latte. Es könnte natürlich sein, der Umstand wird wahrscheinlich eintreten, dass mir der Kellner, der wie ein Süditaliener aussehen könnte, aber in astreinem Türkdeutsch dann erwidert: Ey Mann, ich oft krass Latte, aber nixe jetzt.

3. Februar 2020

Kein Tag ohne Brexitgeschwafel.
Unzählige Prognosen und jetzt kommt von mir noch eine dazu, eine die wirklich eintreffen wird. Eindeutig zählt Boris Johnson, auch wenn er sich wie ein Gassenjunge von Nebenan zeigt, eindeutig zählt dieser durchaus sympathische Eaton-Boy zur finanziell sorgenfreien Upperclass. Diese Gesellschaft hat die englischen Arbeiter schon immer ausgebeutet, bis heute. 

Der Brexit beschert uns Deutschen nun in Zukunft wesentlich mehr Sympathien wie früher. Hatte man doch im Vergleich gegenüber Deutschland alles Negative auf uns und die EU schieben können: Schlechter Lebensqualität, höhere Lebenshaltungskosten, schlechteres Durchnittseinkommen, katastrophale Gesundheitspolitik, schlechteres Bruttosozialprodukt, das Haushaltsdefizit u.s.w., schuld an allem, Deutschland und die EU.
Wie wird sich das Lebensgefühl der Engländer entwickeln, wenn das House of Lords für all die Missstände nicht mehr die EU und Deutschland verantwortlich machen kann. Ich denke, unser Ansehen beim englischen Volk wird sich den nächsten Jahren gewaltig verbessern. Aus uns "Krauts" werden womöglich Lichtgestalten. Abschließend muss ich aber noch sagen, dass es für den Brexit, von Seiten der Engländer auch einige gute Gründe gibt. Meiner Ansicht nach mischt sich die EU-Administration in zuviel Kleinteiliges der verschiednen Nationen ein. Mein ureigenstes Hassobjekt sind beispielsweise die EU-Schlachthöfe und überhaupt die Landwirtschaft, mit all den verrückten Subventionen, einem Selbstbedienungsladen der Agrarindustrie.

1. Februar 2020

Vera Danner die Patissière,
man sieht ihr die Freude am Beruf an.
Sie ist mit dem ganzen Herzen dabei. Patisserie, ohne jede künstliche Zutat. Die Zitronen für diese Tarte kommen aus Caldabelotta, Südküste von Sizilien. Die Bäume habe ich selbst besichtigt. Man glaubt ja, dass Zitrone gleich Zitrone ist.? Wie sie wirklich schmecken können, das erfahren nur wenige.

Oft hört man ja von den ungünstigen Arbeitszeiten. Das größere Problem der Fluktuation in unsrem Beruf ist, dass viele Betriebe nur billige Ware verkochen. Da kommt natürlich bei niemandem Freude auf. Also liebe Gourmets, spart nicht am Essen!