Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Von der Kraft des Handicaps:
Grimod de la Reynière. 
Das bizarre Genie ohne Hände.
Von der Kraft des Handicaps:
Grimod de la Reynière.
Das bizarre Genie ohne Hände.
XXXXX
Philosoph, Gourmet, Behindert und beneidet. Aus steinreicher Familie gebürtig, überlebte er die französische Revolution. Im Grunde war dies bereits eine Lebensleistung. Unter Napoleon gab Grimod denkwürdige Feste, schrieb nicht nur den ersten Restaurantführer sondern auch einen Küchenkalender und ein Regelwerk für Einladungen und Feste.
Sein Buch "Die Grundzüge des Gastronomischen Anstands" wird in prachtvoller Ausstattung von Vincent Klink eingeleitet. Es wird sein bizarres Leben beschrieben und der zweite Teil des Buch enthält seinen Küchenkalender, der von Vincent Klink mit Kommentaren, Geschichten und Rezepte angereichert ist.

Damit geht Vincent Klink auch auf Lesereise für Buchhandlungen und Kultureinrichtungen.
Anfragen mit Musik und ohne bei:


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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

*

Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

Februar 2017

21. Februar 2017

Da hat sich das Landei Vincent schwer gewundert.
Stuttgart - Paris - China
Ich hab's gelesen, es stimmt alles, die haben das wirklich gut übersetzt!
Ich werde allerdings als Arzt bezeichnet. Das ist aber okay, denn in China sind Köche und Ärzte dasselbe.

20. Februar 2017

STEHT DAS SCHWEIN AUF EINEM BEIN
IST DER SCHWEINESTALL ZU KLEIN.


Mit dieser Plakataktion wollte die Umweltministerin Barbara Hendricks auf die katastrophalen Verhältnsse in der Schweinezucht hinweisen. Darüber empörten sich die Lobbyisten der Agrarindustrie. Und was macht die Umweltministerin? Sie knickt nicht nur ein, sondern sie entschuldigt sich auch noch bei den Lebensmittelmanipulierern.

Geht es bei den feigen Politiker nur noch um die Wahrung des Pöstchens und der Pfründe? Lobbyisten sind offensichtlich wichtiger als das Wahlvolk?

PS: Momentan beschäftige ich mich mit dem Schriftsteller Romain Rolland. Hier von ihm ein Satz:
"Wenn der Mensch so viele Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn er selbst leidet?"

16. Februar 2017

Shinichi Nakawaga, ein japanischer Meisterkoch,

ist seit einem Dreivierteljahr Mitgleid unseres Teams. Eine echte Bereicherung. Ihn bei seiner hochpräzisen Arbeitsweise zu beobachten ist ein besonderes Vergnügen. Er steht der "Kalten Küche" vor. Ein Salat ist ja eigentlich keine Kunst, bei unserem Japaner aber unbedingt. Man sieht dem Salat an, dass nicht der Grobschmied Vincent am Werk war.
Vorbote des Frühlings, ein erfrischender Salat.

9. Februar 2017

Kleiner Nachtrag:
Die Stuttgarter Zeitung holte sich letzten Freitag dies Thema von meiner Hompage. In der Übrrschrift hieß es:
" Vincent Klink wütend."
Keine Frage, ein Journalist braucht eine zündende Überschrift sonst guckt keiner hin. Aber unter uns, ich werde niemals mehr wütend, das habe ich mir seit Jahren abgewöhnt. Im Gegenteil ich werde immer mehr sprachlos.

Eine Wirtschaft umzutreiben,

ohne dass man abgestraft wird oder gleich ins Gefängnis muss, ist gar nicht so einfach. 
Wir sind auf der Wielandshöhe 25 Mitarbeiter. Die Arbeitszeitlisten zu führen, korrekte Arbeitsverträge zu verfassen, Freizeitausgleichslisten zu führen, Hygienebestimmungen, Arbeitsschutz, Betriebsarztsuntersuchung, Berufsgenossenschaft, Steuertermine, Lohnbuchhaltung (absolut heimtückisches Terrain), Tagesinventur, den Fischen bei der Ankunft die Temperatur messen, u.s.w. Das alles ist so heftig, dass das Kochen vor lauter Amtsschimmel fast zur Nebensache wird. Ohne meine tüchtige Küchenchefin, die ein abgeschlossenes Betriebswirtschaftsstudium hinter sich hat, wüsste ich nicht wo mir der Kopf steht. Ich wäre wirklich zu blöd. Mir ist es rätselhaft, wie meine jungen Kollegen, die dafür kein Personal haben, das überhaupt schaffen. Man hat schließlich Koch gelernt und nicht Rechtsanwalt.

Ich glaube, der Kleingewerbetreibende, die Kleinbetriebe, das sind die wirklichen Sklaven unserer Zeit. Bei vielen geht es gar nicht ohne totale Selbstausbeutung. In Wahlprogrammen kommt dieser "Kleine Mittelstand" sowieso nicht vor.

 Diese armen Teufel sind seit Jahrzehnten zur Selbsthilfe geknebelt.

Ein Beispiel, was ich unlängst verdauen musste: Sonntag und Montag ist Ruhetag, die Küche ist ausgeräumt und geputzt, das Restaurant aufgestuhlt u.s.w. Es ist niemand da. Alles leer. In unseren Arbeitsverträgen steht nicht drin, dass es an diesen Tagen kein Personalessen gibt, was ja sowieso logisch ist. Trotzdem muss das im Arbeitsvertrag vermerkt sein, dass Sonntags und Montag kein Personalessen gereicht wird. Es stand natürlich in meinen Arbeitsverträgen nicht drin. Fazit: 16.000 Euro nachzahlen an die Rentenversicherung, weil dem Staat die Lohnsteuer, (Personalessen ist Lohnsteuerpflichtig) entgangen ist.

PS: Es wird ja gerne übers Finanzamt geschimpft, das hat dafür zu sorgen, dass Gesetze eingehalten werden.
Die Verursacher sind aber die Gesetzgeber, irgendwelche Leuten, die auf einem anderen Stern leben, auf alle Fälle n Scheubles Berlin und womöglich auch in Brüssel.
Trotz allem, wenn man bedenkt, dass man in England für eine Aufenthaltsgenehmigung 85 Seiten ausfüllen muss, ist man in Deutschland immer noch gut dran.

4. Februar 2017

So kanns einem gehen:
"Was hast Du Gestern gemacht! Nichts!
Und heute?
Auch nichts, aber ich bin nicht ganz fertig geworden!

3. Februar 2017

Mein Lieblingsdichter hört auf den Namen Hafis.
Der Mann, in Schiras, Persien geboren, ist nun fast 800 Jahre tot. Seine Gedanken sind so aktuell als könnte er uns jederzeit über den Weg laufen.
Es zeigt sich mal wieder, die Zeiten waren schon immer gewalttätig, Neider und Idioten gab es immer, die Liebenden fühlen noch genauso und das Machtstreben und aller Mist, der uns täglich aufregt: Es ist alles "Old School!"
Hafis Gedichte erzählen von der Liebe zu Frauen und Knaben, zu Wein, Gesang und Tanz, gegen Pfaffen und sonstige hausgemachte Probleme. Sie verbinden Profanes und Heiliges, Sinnlichkeit und Geist, irdische und himmlische Liebe. Hafis Werk wurde von Johann Wolfgang Goethe aufgegriffen und in seinem West-Östlichen Diwan verarbeitet.



Die Jugend der späten Tage

 
Scheltet mich nicht, ihr sagt ich sei zu alt
Für all die lustigen Dinge, die ich treibe?
Ihr Irrt Euch, Freunde! Da ich jugendlich
Und allzuerst war,  - damals war ich alt.
 
Jetzt ist mein Haar ergraut, - doch bin ich nun
So jugendfroh, wie ich es niemals war.
Hold ist die Jugend dieser späten Tage, -
Jünglinge, nehmt in euren Kreis mich auf!

2. Februar 2017

Alle hacken auf ihm herum,
aber eigentlich hat Donald Trump nur zu viele Wildwestfilme angeguckt. Filme, in denen die U.S.A. noch richtig "great" waren, alle Bisons zusammengeschossen, alle Indianer abgemurkst, und die Schwarzen wurden in die Baumwollfelder geprügelt. Die gute alte Zeit halt. Big Donald ist letztlich ein stinknormaler John-Wayne-Ami mit der Wildwestphilosophie:
 "Erst schießen, dann fragen!"

Ich glaube man braucht keine Handleserin, um zu orakeln, dass diese Twitter-Politik mit ihren Schnellschüssen keine vier Jahre Bestand haben wird. Mich stört ein wenig der europäische Pessimismus. Ich denke, die USA werden ziemlich mit sich selbst beschäftigt sein. Und im politischen Alltagsgeschäft wird dem Mann mit der Blattgoldfrisur sicher bald die Munition ausgehen. Ich denke auch, dass dieses HB-Männle nicht eine ganze Nation oder die Welt ins Unglück stürzen kann. (Und wenn, dann war es um diese Welt nicht schad.)
Immerhin, der Mann hat einen beträchtlichen Unterhaltungswert. Leider hat er, mit Außnahme von Mickey Mouse, vom einzigen Kulturbeitrag der U.S.A., vom Jazz keine Ahnung. Trotzdem hat er scheinbar auch dafür ein Dekret erlassen. (siehe Foto).

PS: Um ein Land, das jährliche Rüstungsausgaben von 600 Milliarden Dollar (Russland ca. 90 Mrd.) hat, und diesen Etat auch noch aufstocken will, muss man sich schon sorgen. Hitlers Jobwunder war auch der Rüstung geschuldet. Da man Waffen nicht essen kann, muss so ein Land zwangsweise auf Raubzug gehen. Wirklich gespenstisch. Trotzdem, es gibt viele vernünftige Leute in Amerika, wollen wir hoffen, dass es genug sind.