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Sonntag und Montag Ruhetag

Küchenzeiten:
12.00 - 13.30 Uhr
18.00 - 20.30 Uhr

Signatur Vincent Klink Vincent Klink
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
Neben Rezepten werden philosophische Gedanken transportiert. Sparen Sie sich den Psychiater, kaufen Sie das Büchlein
"Meine Rezepte gegen Liebeskummer"
Jeder Mensch kennt Liebeskummer und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur fühlt man sich leider nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser - im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut. Vierzig Jahre Gastwirt, einem Zoodirektor nicht unähnlich, da weiß man um die Gefühlswelt der Menschheit gut Bescheid. Zu den Rezepten werden viele Erlebnisse, Selbsterfahrungen und amüsante psychologische Hilfen angeboten. 

Anfragen für humorvolle Lesungen: Rowohlt Verlag Reinbeck
Frau Tessa Martin



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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch

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Immer wieder die Frage: "Ist der Chef auch da?"
Antwort »
Ich werde ab Januar 2017 zweimal monatlich, jeweils am Donnerstag, im ARD-Mittagsbuffet kochen.
Darüber hinaus bin ich „Live“ im Restaurant, und zwar täglich, ohne Ausnahme.

August 2015

28. August 2015


Wir befanden uns bereits mitten in den Vorbereitungen um unsere Karte dem Herbst anzugleichen. Aber, und das ist schön, einen solch wunderbaren Sommer hatten wir schon lange nicht mehr. Auf der Terrasse fühlt man sich wie im Urlaub, und die Küche ist nun immer noch sommerlich geprägt. Wir bieten einen reigen um verschiedenste Tomatensorten, bieten Südfranzösische Melonen, Meeresfrüchtesalat u.s.w.
Und dann haben wir einen Züchter für französische Geflügelrassen gefunden. Ich bin bei ihm ohne Voranmeldung hingefahren. Das mache ich immer so, denn bei Anmeldung ist sowieso immer alles schön aufgeräumt. Ochsenschlägers sind über jeden Verdacht erhaben. Ich hätte mich am liebsten zu den Hühner gelegt und ein Mittagsschläfchen absolviert.

Schauen Sie sich bitte mal im Internet an, was die Familie Ochsenschläge so alles ums Haus hat. Und was man aus diesen Göckeln zubeiten kann, das kann man auf der Wielandshöhe erleben.
www.ochsenschläger.de

 
Eisenpfanne
früher als die Zeiten noch gut und und trotzdem oft schrecklich waren, da griff man nicht immer zur Duellpistole sondern haute seinen Widersacher kurzhand in die Pfanne. Die Kerle damals hatten noch solch harten Schädel, dass man sich mit einer beschichteten Alupfanne als Pazifist geoutet hätte. Für Eisenköpfe brauchte es Eisenpfannen.

Mein Urgroßtante Furtwängler, geborene Hamm, irgendwie um Ecken mit dem Dirigenten verandt; Sie führte in Triberg im Schwarzwald eine gute Wirtschaft und dies ohne beschichtete Pfannen. Eines Tages kreuzte der Geldbriefträger auf, der auch als Steuereintreiber amtete. Die Wirtschaft war voll, die stramme Köchin mitten im Schnitzelkrieg und rastete wegen dieser Störung aus. Der Amtmann bekam die Pfanne über den Kopf. Ob der gute Mann einsichtig war, die Not der Köchin respektierte, das ist nicht überliefert. 


Und weiter mit den Eisenpfannen: Immer wieder höre ich davon. Die Leute kaufen sich dann Gußeisenpfannen und müssen ihre Spiegeleier mit dem Meisel aus der Pfanne stemmen. Leute! Wenn von Eisenbratpfannen die Rede ist, dann von "geschmiedeten Eisenpfannen. Ich habe ein umfangreiches Sortiment seit meiner Betriebsgründung vor 40 Jahren im Einsatz. Sie sehen heute genauso wie damals und funktionieren prima.

Wie man mit diesen Dingern richtig umgeht, das habe ich schon öfters beschrieben nun gebe ich aber das Zepter an den "Pfannendoc" weiter. Dieser famose Pfannenprediger hat sich total in die Materie eingearbeitet und auf seiner Homepage kann man erfahren wie man zu optimalem Pfannenglück kommt. www.pfannen-doc.de

21. August 2015

Was sich auf den Stühlen befindet...

Ganz klar, es ist schon wichtig was auf dem Tisch steht und was sich auf dem Teller befindet. Viel wichtiger ist jedoch, was sich auf den Stühlen befindet. Diesen Satz findet man im Jüdischen Kalender, der mit dem 13. September beginnt und heute frisch auf meinem Schreibtisch gelandet ist.

In meinem fünfundvierzigsten Berufsjahr gehe ich immer noch in den Gastraum und begrüße die Gäste. Das Begrüßen ist es jedoch nicht alleine. Ich will auch wissen mit wem ich es zu tun habe. Oberste Pflicht ist es, jeden gleich gut zu bekochen. Bei manchen Gästen, geht es trotzdem ein bischen besser. Mit solchen Gästen muss ich gar nicht geredet haben. Ein Blick genügt und ich erkenne den Lustmenschen. Es springt ein Funke über, und der springt unvermittelt in die Pfanne.

"Der jüdische Kalender" 33. Jahrgang, Ölbaumverlag Augsburg

12. August 2015

Franz Keller
Das einzige, das er nicht gerne kocht und mag, sind weiche Eier jeder Art.
Franz Keller kocht in Hattenheim in seiner "Adlerwirtschaft". Der Mann ist ein Monolith, arbeitete früher bei Paul Bocuse, Michel Guerard, Jean Ducloux in Tournus, bei Lacombe in Lyon, u.s.w. Er sott und briet auch michelinbesternt in Deutschland, verabschiedete sich jedoch aus der Sternewelt im Jahr 1993.

Es gibt von Wolfram Siebeck den denkwürdigen Satz:
"Was für ein Kerl! Was für ein Koch! Wenn es Franz Keller nicht gäbe, dann müsste man ihn erfinden, damit die deutsche Gastronomie nicht so unvollständig wirkte. Denn ohne diesen Typ in seinem Hattenheimer Wirthaus bestünde sie aus ehrgeizigen Trüffelschnitzern einerseits, die Lebenskunst mit mit besternter Kochkunst gleichsetzen, und andererseits aus den Dosenöffnern mit Fachschulabschluss, die den Inhalt ihrer Tiefkühlschränke für den Heiligen Gral der Gastronomie halten.

Adlerwirtschaft
Hauptstraße 31,
65347 Hattenheim im Rheingau

11. August 2015

Trotz Hunger in der Welt darf man Gourmet sein: Auf das ethische Bewußtsein kommt es an, vor allem sollten Köche sich angesprochen fühlen.
(Davon habe ich schon im Juni gesprochen, muss aber nochmal nachstochern.)

Um ein wenig die Gourmetkocherei auszuleuchten sei gesagt, dass es einen Unterschied macht, ob man aus reiner Eitelkeit sich in den Gourmethimmel kocht und man womöglich den Kritiker gefallen möchte, die sowieso die fleischgewordene Eitelkeit darstellen. Wenn man letztlich Verantwortungslosigkeit mit Erfolgsverkrampfung verbindet und sich nicht um das Wie und das Woher von Lebensmitteln kümmert, oder gar hinterfragt, ob der eigene Genuss auf anderer Menschen Unglück fußt, dann hat man seinen Beruf verfehlt und sieht die Kocherei nur als Job, als Erfolgsziel und womöglich nur als Vehikel einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen.
 
Unsere Konsumwelt, unsere kannibalische Weltordnung ist angesichts des Hungers in der Welt, dann besonders verwerflich, wenn wir Lebensmitteln (Überlebensmittel) nicht achten. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger, eine der Ursachen sind börsennotierte Lebensmittel. Gewissenlose Aktionäre und Spekulanten trieben im letzten Jahr die Preise für Reis, Mais und Getreide auf's Doppelte. Man glaube aber ja nicht, dass die Bauern am steigenden Preis beteiligt waren. Das Geld fließt den Spekulanten zu.  

So hat ein Koch vor dem Hintergrund des Hungers in der Welt eine eklatante Verantwortung. Die meisten Köche tragen dem auch Rechnung, aber was ist mit den Mercedes- und den BMW-Autos, die ich ganz wunderbar finde, was hat aber diese Einkommensklasse vor Billigmärkten zu parken. Natürlich kann man dort Waschmittel und sonstige Alltagsutensilien kaufen: Warum aber Lebensmittel?
 
Warum sprachen die Weltenlenker auf Schloss Elmau fast nur vom Klimaschutz, dessen Problematik, - welch eine Infamie -, an unsere Enkel auf 2080 durchgereicht wurde. Über diese diese Nullnummer hinaus hörte man weiter’s fast nichts, vor allen Dingen keinen Pieps zum Welthunger.

Die große Politik, was für ein Knäuel von Gartenzwergen. Mit einem einfachen Bundestagsbeschluss könnte man die Spekulation von Lebensmitteln in Deutschland unterbinden.  Warum geschieht nichts? Sind die Politiker die Marionetten der Konzerne? Jeden, den ich frage sagt mir: Ja klar, hat die Politik nichts mehr zu melden und ist unter der Fuchtel einer Hedge-Fonds-Verbrechenswährung“. Gibt es Journalisten, denen das noch auffällt? Müssen jetzt alte Säcke wie ich wieder wie zu Jugendtagen faule Eier werfen und einen Aufstand starten? Eigentlich sollte es Parteien geben, die das für den Bürger übernehmen! Selbstverständlich bin ich ein Fan von Jean Ziegler. Wer diesen Namen nicht kennt sollte möglichst schnell mal losgooglen!

8. August 2015

Ein wunderbarer Sommer, und jetzt müsste ich diesen, an dieser Stelle, mit einem guten Text ehren. Verzeihung im Moment ist mein Hirn etwas ausgetrocknet. Ich will versuchen mit vielen Eiswürfeln meinen Hirnkasten zu kühlen.

Da fällt mir gerade etwas ein.
"In USA, in einem Supermarkt haben Betriebsdetektive eine 87jährige Ladendiebin gestellt. Die Security-Typen hatten leichtes Spiel. Die Dame ging nämlich an der Kasse zu Boden. Sie war über fünf Minuten knockout. Mitten in den Wiederbelebungsversuchen kullerte aus ihrem übergroßen Strohut ein tiefgefrorenes Hühnchen.
Beim Abkühlen also aufpassen, der Hirnkasten darf nicht eingefrieren.